Gemälde von Eduard Magnus, 1846
Felix Mendelssohn Bartholdy (1809–1847) war einer der bedeutendsten Komponisten der Frühromantik. Er stammte aus einer wohlhabenden und gebildeten Familie in Hamburg und wuchs in Berlin auf, wo er eine umfassende musikalische Ausbildung erhielt. Ersten Klavierunterricht erhielt er von seiner Mutter, später unter anderem von Ludwig Berger und Ignaz Moscheles. Im Alter von neun Jahren trat er zum ersten Mal öffentlich auf, gemeinsam mit seiner Schwester Fanny. Er galt schon früh als Wunderkind und komponierte bereits als Kind zahlreiche Werke. Sein Stil verbindet klassische Klarheit und Ausgewogenheit, die stark von Vorbildern wie Johann Sebastian Bach und Wolfgang Amadeus Mozart beeinflusst sind, mit romantischer Ausdruckskraft und farbenreicher Orchestrierung. In den 1820er Jahren unternahm er zahlreiche Konzertreisen durch Frankreich, Italien, England und Schottland. Neben seiner Tätigkeit als Komponist war Mendelssohn auch ein bedeutender Dirigent und Organisator des Musiklebens; besonders wichtig war seine Wiederaufführung der Matthäuspassion von Bach im Jahr 1829, die wesentlich zur Wiederentdeckung Bachs beitrug. 1833 wurde er Musikdirektor in Düsseldorf. 1835, also etwa 100 Jahre nach Johann Sebastian Bachs Schaffen in Leipzig, wurde Mendelssohn dort Gewandhauskapellmeister. Zusammen mit Verlegern, Gelehrten und anderen Komponisten gründete er 1843 das Leipziger Konservatorium. Im Frühjahr 1847 erlitt Mendelssohn einen Schwächeanfall, als er vom Tod seiner geliebten Schwester Fanny erfuhr. Davon erholte er sich nicht mehr. Er starb nach zwei Schlaganfällen am 4. November 1847 in Leipzig.
Zu seinen bekanntesten Werken gehören die Schauspielmusik zu „Ein Sommernachtstraum“, mehrere Sinfonien, Konzerte, Kammermusik sowie die großen Oratorien.

